LERNEN UNTERWEGS

Zwischen 2009 und 2015 war ich 2x eine volle Stunde/Tag und 3 Tage die Woche unterwegs, das heisst im Zug nach und von der Schule. Zusammen mit dem Umstand, dass ich jede Woche 14 verschiedene Klassen unterrichtete, war es nur eine logische Konsequenz, dass ich eben im Zug vor- und nachbereitete. Nach Buch, Papier und Bleistift (vor 1990) und Laptop (vom "Klo-Deckel" bis zum MacBook Pro) habe ich ab 2010 fast nur noch mit dem Smartphone gearbeitet.

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  • Lernen unterwegs bedeutet das orts- und zeitunabhängige, wenn immer möglich selbstorganisierte und kompetenz-orientierte Lernen. Oder einfach: wir bestimmen unsere Lernorte auch selbst. Nein, nein, das ist nichts Neues. Das gibts seit Menschengedenken und hoffentlich auch weiterhin. Dieses Lernen unterwegs findet vornehmlich während unserer ersten sechs Lebensjahre statt. Nachher lernen wir, nach Massgabe der Schule zu lernen. Ohne digitale Medien geht das Lernen unterwegs (auch weiterhin!) z. B. mit einem Buch, einem Notizblock, einem Bleistift und einem Radiergummi - mit den digitalen Medien vornehmlich mit dem einzigen Computer, den wir alle, wann und wo immer, bei uns haben.

    Lernen unterwegs ist eine Handlungskompetenz. Wenn zum Beispiel eine bildungsnahe Institution zu einer Weiterbildung einlädt, sollen sich die TeilnehmerInnen im Vorfeld mit dem Thema praktisch beschäftigen können. Will heissen: wenn das Thema z.B. LehrerOffice heisst, sollen die TeilnehmerInnen im Vorfeld die betr. App installieren, die Demodaten importieren und damit "spielen" - damit sie während der Weiterbildung mitreden, oder eben mithandeln können.
    Lernen unterwegs setzt auch die Fähigkeit voraus, dass das Smartphone auch als Computer, d.h. als digitales Mittel zur Produktion digitaler Informationen wahrgenommen werden kann. Denke ich nun an das Gros der VolksschullehrerInnen, zweifle ich, ob es in der Volksschule überhaupt eine Zielgruppe gibt. Denke ich an vereinzelte LehrerInnen (es sind wirklich nur wenige) und an meine vielen, vielen SchülerInnen, beginnt die Zielgruppe ab dem 7. Schuljahr.
    Die wesentlichen Bremsklötze sind die nicht-ausgebildeten LehrerInnen und die besorgten Eltern, die das Handy nicht auch noch ausserhalb der Schule gefördert wissen wollen. Gegen die Bedenken der Eltern habe ich nichts einzuwenden - gegen den Aberwillen, die LehrerInnen entsprechend auszubilden, hingegen schon.
    Die Fachdidaktik-DozentInnen an den PHs müssten längst gezwungen[1] und damit entsprechend ausgebildet sein, mit ihren Studierenden über die gesamte Dauer der Ausbildung ein fächerübergreifendes Multi User Blog System und eine eigene Website zu unterhalten.
    DEN idealen Lernort gibt es nicht! Respektive: er ist überall, irgendwo, unterwegs.
    Lernen unterwegs bedeutet orts- und zeitunabhängiges Lernen. Das heisst, ich bestimme meine Lernorte (wieder ) selbst. Diese Lernorte können, müssen sich aber nicht mehr ausschliesslich in der Schule befinden.
    Lernen unterwegs bedingt ein persönliches Smartphone für jeden Schüler, ein Multi User Weblog System und am Ort des Zusammentreffens einen möglichst grossen, externen Bildschirm, AppleTV, iTunes mit AirPlay (auch Android).
    Am 1. September 2017 publizierte die SN die Facebook-Gruppe "Deine Plattform"> und knapp 4 Wochen später das Ergebnis der Umfrage, "Zu welchem Thema wollen Sie einen Artikel lesen, das Ihnen unter den Nägeln brennt". Das Ergebnis lautet Tablets im Unterricht (vs "Lernen unterwegs").

    In der Medienmitteilung des Erziehungsrates des Kt. SH vom 24. August 2017 ist zu lesen:
    "Pilotprojekt Tabletklassen in der Startphase
    
Im 2. Semester 2017/18 startet ein dreijähriger Pilotversuch mit Tabletklassen. Die entsprechenden Klassen werden zukünftig mit Unterstützung von mobilen Geräten (Tablets) unterrichtet. Die Abteilung Schulentwicklung und Aufsicht hat ein entsprechendes Konzept erarbeitet und begleitet die Pilotschule. Der Erziehungsrat begrüsst die Realisierung des Projekts."
    (Medien & Informatik)

    Ich kenne keine geeignetere, webbasierte Lehr- und Lernplattform als ein Multi User Blog System - und fordere deshalb seit Jahren für jede Klasse ab dem 7. Schuljahr bis und mit den Fachdidaktikklassen einer PH ein eben solches Multi User Blog System. Nicht nur die SchülerInnen sollen in erster Linie dazu angehalten, wenn nicht gar gezwungen werden, sondern zuerst einmal die Fachdidaktik-DozentInnen und damit die Studierenden der PHs! Man lasse sich vom "gezwungen" nicht ablenken! Die SchülerInnen produzieren und teilen in ihrem eigenen Subblog Informationen aller Art, vom Text bis zur Aufnahme und vom Bild bis zum Video Tutorial.
    Keine Sprache geht derart konsequent um mit Tipp-, Rechtschreib-, Syntax- und anderen Fehlern wie die Computersprachen. Ein falsches, vergessenes oder zuviel hinzugefügtes Zeichen genügt, und der Browser oder der Server kann die Webseite nicht interpretieren, das Programm nicht ablaufen usw.
    Informatik ist nicht mehr (angelehnt an Beat Doebeli's "Mehr als 0 und 1"), sondern genau 0 oder 1 - entweder, es passiert etwas (eindeutiges, endliches) oder es passiert nichts - immer mit eindeutigen und endlichen Folgerungen. Seit Jahren fordere ich das Schreiben einer eigenen Website mit HTML, CSS, PHP und Javascript. Lassen wir unsere SchülerInnen endlich eine eigene Website und eine eigene Datenbank schreiben! Und von mir aus kanns auch ein Wiki sein:
    Ich habe wieder einmal (ich weiss nicht mehr ab 2004 zum wievielten Mal) ein Wiki, genauer ein pmwiki installiert.